Wie teuer ist Qualität in einem Unternehmen?

Wie teuer ist Qualität in einem Unternehmen?

Häufig wird der Ausdruck „Kosten der Qualität“ missverstanden. Damit ist nicht der Preis für die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Produkts oder Service gemeint, sondern die Kosten für die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Produkts oder einer Dienstleistung. Je nachdem wenn die Arbeit erneuert wird, steigen auch die Kosten der Qualität. Diese Kosten können die Nachbearbeitung eines Produkts, das Testen, der Außendienst, um Korrekturen nach dem Einbau eines Produkts vorzunehmen und ein fehlerhaftes Produkt zu ersetzen, sein. Diese aggregierten Kosten werden dem Management mitgeteilt, um ihnen die Grundlage dafür zu geben, dass die Prozesse immer den Erwartungen der Kunden entsprechen.

Kosten der Qualität ist eine Methodik, die es einem Unternehmen ermöglicht zu bestimmen, inwieweit ihre Ressourcen für Aktivitäten verwendet werden, die eine schlechte Qualität verhindern, die die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens beurteilen und das aus internen und externen Fehlern resultiert. Mit solchen Informationen kann eine Organisation die potenziellen Einsparungen, die durch die Umsetzung von Prozessverbesserungen gewonnen werden, bestimmen. Qualitätsbezogene Tätigkeiten, die Kosten verursachen können in Präventionskosten, Beurteilungskosten und interne und externe Ausfallkosten eingeteilt werden.

Viele Unternehmen haben echte qualitätsbezogene Kosten so hoch wie 15 bis 20 Prozent der Umsatzerlöse, einige gehen so hoch wie 40 Prozent der gesamten Operationen. Eine allgemeine Faustregel ist, dass die Kosten der schlechten Qualität in einem Unternehmen etwa 10 bis 15 Prozent der Operationen sein werden. Effektive Qualitätsverbesserungsprogramme können dies erheblich reduzieren und damit einen direkten Beitrag zum Ergebnis leisten. Das Qualitätsstandardsystem, sobald es etabliert ist, sollte dynamisch werden und sich positiv auf die Erfüllung der Aufgaben und Ziele der Organisation auswirken.  

Historische Ansichten der Qualität Gurus über die Kosten der Qualität  

 Historisch gesehen sind die Geschäftsführer davon ausgegangen, dass die erhöhte Qualität von erhöhten Kosten begleitet wird; Höhere Qualität bedeutet also höhere Kosten.

Dieses Konzept wurde von Qualitätspionieren wie Juran und Feigenbaum befragt. Juran untersuchte die Qualität der Qualität und schloss, dass die Vorteile die Kosten überwogen. Feigenbaum stellte die "Gesamtqualitätskontrolle" vor und entwickelte die Grundsätze, dass Qualität die Aufgabe aller ist und damit den Begriff der Qualitätskosten über die Fertigungsfunktion hinaus verliert. 1979 stellte Crosby das neue populäre Konzept vor, dass "Qualität frei ist".