Die Rückverfolgbarkeit – ein Instrument zur Qualitätssicherung

Was ist die Rückverfolgbarkeit?

Die Rückverfolgbarkeit kann definiert werden als eine ununterbrochene Aufzeichnung der Dokumentation („dokumentarische Rückverfolgbarkeit“) oder eine ununterbrochene Kette von Messungen und zugehörigen Unsicherheiten („messtechnische Rückverfolgbarkeit“).

Die Rückverfolgbarkeit bei der Lieferkette ist die Fähigkeit, Elemente eines Produkts oder einer Substanz zu identifizieren und zu verfolgen, während es sich entlang der Lieferkette von Rohwaren zu fertigen Produkten bewegt.

Das Konzept gilt sowohl für die diskrete Fertigungsindustrie, die Produkte wie Automobile herstellt, als auch für die Fertigungsindustrie, die Produkte wie Chemikalien umfasst. Subindustrien in jeder Kategorie und in verschiedenen geografischen Gebieten können das Konzept so definieren, dass es ihren eigenen Bedürfnissen entspricht, aber im einfachsten Fall ermöglicht die Rückverfolgbarkeit eine breite und tiefe Sicht auf das, was in die produzierten Güter und Substanzen fließt.

In vielen Branchen ist die Rückverfolgbarkeit durch nationale oder internationale Vorschriften für bestimmte Branchen oder Produktarten vorgeschrieben. Zum Beispiel gelten gezielte Vorschriften für Arzneimittel, Kinderprodukte, Produkte, verpackte Lebensmittel, Flugzeugteile und Mineralien. Die Rückverfolgbarkeit bietet eine Reihe von Vorteilen. Es bietet die Möglichkeit, Probleme im Zusammenhang mit einer Komponente oder Zutat zu untersuchen und zu beheben. Dies ist bei Ereignissen wie Rückrufen von entscheidender Bedeutung, damit die Beteiligten die Ursache des Problems finden können. Dies wiederum ermöglicht es einem Unternehmen, sich entweder von einem Problem zu distanzieren – zum Beispiel zu sagen, dass seine Nahrung oder sein Produkt nicht betroffen war – oder Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.
Die Rückverfolgbarkeit ist auch ein Schlüsselelement der Nachhaltigkeit der Lieferkette, mit dem sie eng verbunden ist.

Die Rückverfolgbarkeit als Instrument für die Qualitätssicherung von Produkten – Die Qualitätssicherung in der Produktion

Die Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung sind die wesentlichen Bestandteile eines Produktionsprozesses. Um auch langfristig die Schaden zu beseitigen, werden frühere Bewertungen bereits im Prozessverlauf eingeführt, die der Produktqualität entsprechen. Es werden zunächst die Prozessdaten aus der Produktion erfasst und fortlaufend bewertet. Je nach Produktqualität wird mit qualitätsrelevanten Aktionen wie z.B. Tolerieren oder Sperren reagiert.
Alle Produkte, die am Produktionsprozess beteiligt sind, sollten vollständig rückverfolgbar sein, so dass es möglich ist, alle für die Herstellung des Produkts erforderlichen Informationen, Anwendung oder ihren Standort zu bestimmen.
Wie bei der Qualitätskontrolle unterstützt die Rückverfolgbarkeit einen Produktstandard (legal und produktorientiert) und gibt dem Verbraucher Vertrauen, was die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Unternehmens unterstützt.
Ohne Rückverfolgbarkeit können alle anderen Aspekte der Qualitätskontrolle, von einfachen Kalibrierungsverfahren bis hin zur statistischen Prozesskontrolle, schlimmer als bedeutungslos sein – sie können irreführend sein.
Eine regelmäßige Qualitätskontrolle mit unterstützender Dokumentation, dient als Nachweis für die Rückverfolgbarkeit und trägt zu einem sicheren Endprodukt bei.

Die Rückverfolgbarkeit am Beispiel eines Apfels

Jede Apfelpackung ist mit einem Waren los im versehen. Dieser Code ermöglicht uns den gesamten Weg des Apfels bis zum Produktionsunternehmen zurückverfolgen zu können. Sie informiert uns über die Inhaltsstoffe, Qualitätsmerkmale und Eigenschaften des Lebensmittels. Wir können die Anschrift des Herstellers oder die Adresse, der in EU niedergelassenen Verkäufers sehen, wann er die Ware geliefert hat. Unter der Losnummer bzw. Chargennummer wird das Lebensmittel unter einer Warenpartie zugeordnet. Dadurch wissen wir, wann die Ware verpackt worden ist. Wenn die Ware reklamiert wird, kann der Hersteller anhand der Nummer die betriebsinternen Fehler nachgehen.
Wir wissen auch, wer die Qualitätskontrolle am Obst vorgenommen hat. Somit kann also gewährleistet werden, dass die Qualität von der Apfelpackung den Anforderungen des Endverbrauchers an dieses Produkt verspricht.

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